Evakuierung in Augsburg

Nach einem Fund einer 1,8 Tonnen Fliegerbombe in Augsburg

 

wurde die Entschärfung auf den 1. Weihnachtsfeiertag festgelegt. Vorbereitend lief die größte Evakuierungsaktion seit bestehen der Bundesrepublik an. Bekanntlich mussten mehr als 50.000 Menschen aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen verlassen.

Auch ein Krankenhaus und mehrere Alten- und Pflegeheime mussten umgezogen werden. Damit die Evakuierung möglichst zügig und reibungslos durchgeführt werden kann, wurden Einsatzkräfte von den Hilfsorganisationen und Behörden aus ganz Bayern zusammengezogen.

Aus dem Lkr. Donau Ries wurden 19 Feuerwehren mit ihren Mehrzweckfahrzeugen und die UG-ÖEL mit dem ELW-2 zur Unterstützung nach Augsburg angefordert. Auch die Feuerwehr Riedlingen war mit ihrem MZF und 2 Kameraden mit dabei.

Einen ersten Eindruck über die Größenordnung des Einsatzes konnte man bereits erfahren, als sich die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem Landkreis um 5:50 Uhr auf dem Autohof bei Mertingen sammelten. Hier trafen sich auch zahlreiche Einheiten des Rettungsdienstes. Um 6:00 Uhr setzte sich der Konvoi aus 23 Feuerwehrfahrzeugen in Bewegung.  

2016 12 25 Evakuierung Augsburg

Kurz vor 7:00 Uhr am Bereitstellungsraum UEA-C in der Hofrat-Röhrer-Strasse angekommen, bot sich den Einsatzkräften ein überwältigendes Bild. Soweit das Auge reichte sah man Feuerwehr-, Rettungsdienst- und Polizeifahrzeuge. Umgehend wurde die Untereinsatzabschnittleitung durch die UG-ÖEL Donau-Ries aufgebaut und die Einsatzkräfte mit ihren Aufgaben durch den Zugführer der Berufsfeuerwehr Augsburg vertraut gemacht.

FF-Riedlingen als MOBELA eingesetzt.

Ab 8:00 Uhr setzten sich die Mobela-Fahrzeuge in Bewegung, um in ihren zugewiesenen Sektoren die Bevölkerung mittels Lautsprecherdurchsagen zum Verlassen Ihrer Wohnungen aufzurufen. Unermüdlich wurde der vorgegebene Text wiederholt. Ab 10:00 Uhr wurden weitere Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei in die Einzelnen Sektoren gebracht um die Mobela´s mit Fußgruppen zu unterstützen. Diese Fußgruppen klingelten an jeder einzelnen Wohnung und kontrollierten, dass sich niemand mehr im Sperrgebiet aufhält. Anwohner, die nicht gefähig oder bettlägrig waren, wurde ein Fahrdienst durch die Hilfsorganisationen vermittelt.

Gegen 12:00 Uhr war der Unterabschnitt-C weitestgehend geräumt. Lediglich ein paar Anwohner warteten noch auf den Fahrdienst. Um das Gebiet vor Plünderungen zu schützen waren die Zufahrtstraßen durch Polizei und Sicherheitsdienste abgeriegelt. Auch patrollierte die Polizei bis zum Beginn der Bombenentschärfung im Sperrgebiet.

Wurstsemmeln statt Weihnachtsgans

Die Logistik mit der Verpflegung der Einsatzkräfte war bestens organisiert. So stand bereits zum Beginn des Einsatzes Wasser in ausreichender Menge zur Verfühgung, das sich die Einsatzkräfte mit in ihre zugewiesenen Sektoren mitnehmen konnten. Im laufe des Vormittags wurde durch Zubringerfahrzeuge die Brotzeit in die einzelnen Gebiete gebracht. Besonders möchte ich an dieser Stelle einen Mitarbeiter von Aldi erwähnen, der auf seiner kleinen Nespressomaschine unermüdlich am Bereitstellungsraum die wartenden Einsatzkräfte mit frischem Kaffee und Lebkuchen versorgte. Herzlichen Dank !!

Um 13:00 Uhr war für die Feuerwehren aus dem Donau-Ries der Einsatz beendet und die Einsatzkräfte konnten die Heimfahrt antreten.

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14. 12. 2019, 12:00 Uhr
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